Wir sind für Sie da!

5. Sonntag nach Trinitatis und JazzUniGottesdienst

12. Juli 2020 – 5. Sonntag Trinitatis

Gottesdienste um 8 und 10 Uhr in der Erlöserkirche mit Pfarrer Thomas Braun – Bitte beachten Sie die besonderen Schutzmaßnahmen.

Liedtafel:
EG 452,1 Er weckt mich alle Morgen
EG 65,1+5 Von guten Mächten

Und von 11:00 bis 11:45 Uhr wieder Kirchenkaffee Online in Zoom.

Und um 19 Uhr: Ökumenischer JazzUniGottesdienst in der Erlöserkirche „Atmen:atem”.

Dieser Gottesdienst mit Gedichten zum Thema „Atem:atmen“ wird gestaltet von Prof. Dr. Iris Hermann, Neuere deutsche Literatur, und Pfarrer Thomas Braun.

Den Jazz spielen Konrad Buschhüter (Keyboards), Max Neuner (Bass) und Andreas Stieler (Trompete).

Bitte Mund-Nasen-Schutz mitnehmen. Um Spenden wird am Ausgang gebeten.
 

Zur Übersicht Wir sind für Sie da!

Seelenstreichler – Atmen, du unsichtbares Gedicht

Atmen, du unsichtbares Gedicht – Rainer Maria Rilke – Iris Hermann

10. Juli 2020 – Zum Anhören

Iris Hermann – Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bamberg – rezitiert Atmen, du unsichtbares Gedicht von Rainer Maria Rilke.

Es ist eines der Gedichte zum Thema „Atem:atmen“, die am Sonntag (12. Juli 2020) um 19 Uhr im ökumenischen JazzUniGottesdienst zu hören sein werden. Herzliche Einladung zu diesem Gottesdienst in der Erlöserkirche!

 

Zur Übersicht Wir sind für Sie da!
 

Gemeindeglieder musizieren

Sonata C-Dur – Jean Baptiste Bréval – Marie Dresen, Markéta Schley Reindlová

8. Juli 2020 – Zum Anhören

Jean-Baptiste Bréval (1753-1823) war ein französischer Cellist und Komponist. Seine Sonata C-Dur op. 40 Nr. 1 gehört zu seinen bekanntesten und meist gespielten Werken. Außerdem verfasste er 1804 eine Cello-Schule Traité du Violoncelle op. 42, die zu seinen bedeutendsten Arbeiten gehört.

Den 1. Satz aus der Sonate C-Dur für Cello und Orgel können Sie hier als Impuls anhören. Gespielt von Marie Dresen (Cello), begleitet von Kantorin Markéta Schley Reindlová an der Orgel.

Viel Freude beim Zuhören!

 

Zur Übersicht Wir sind für Sie da!
 

Taizégebet im Juli

7. Juli 2020 – Zum Anhören und Mitsingen und Beten

Laudate omnes gentes

Aus Psalm 34

Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des Herrn;
die Armen sollen es hören und sich freuen.
Verherrlicht mit mir den Herrn,
lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen.
Ich suchte den Herrn, und er hat mich erhört,
all meinen Ängsten hat er mich entrissen.
Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten,
und ihr braucht nicht zu erröten.
Da ist ein Armer; er rief, und der Herr erhörte ihn.
Er half ihm aus all seinen Nöten.
Kostet und seht, wie gütig der Herr ist;
glücklich, wer zu ihm sich flüchtet!

Nada te turbe

Lesung aus Matthäus im 13. Kapitel

Jesus sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.

Kyrie

Gib, dass wir dich in unserem Nächsten erkennen, und lass uns die Armen und Unglücklichen nicht übersehen.
Für die Ausgebeuteten und die Arbeitslosen, dass ihre Menschenwürde geachtet werde.
Für die Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, bitten wir dich.

Kyrie

Für die Kinder, die verlassen wurden, und alle, die sich ihrer liebevoll annehmen.
Für die Wissenschaftler und Forscher, dass ihre Arbeit der ganzen Menschheit zugute komme.
Für die Verantwortlichen im öffentlichen Leben, dass sie sich redlich für das Wohl aller einsetzen.

Kyrie

Vaterunser

Segen

Bless the Lord, my soul

 

Team Erlöserkirche


Zur Übersicht Wir sind für Sie da!

Zeit zum Gebet – Und mein ganzer Körper betet mit

6. Juli 2020 – Zum Anhören und Anschauen

Gebärdengebet – Einleitung und Hinführung

Manchmal nehme ich zum Gebet gerne eine besondere Haltung ein – heute vielleicht aufrecht stehend, morgen lieber im Sitzen … In einem Gebärdengebet werde ich durch unterschiedliche Haltungen hindurchgeführt – ich kann jeder Gebärde in Ruhe nachspüren, und mein ganzer Körper betet mit.

Es heißt, der Heilige Dominicus habe sich beim Gebet gerne so bewegt. Seine Brüder beobachteten ihn gerne dabei und erzählten, seine Gebete hätten oft nicht lange gedauert, aber danach sah er aus, als käme er gerade von einer langen, wunderbaren Reise zurück …

Durch die Abbildungen und die Beschreibung der Bewegungen können wir dieses Gebärdengebet kennenlernen, und es dann als bewegtes Gebet mit dem ganzen Körper mitbeten: Ich bin – mit meinem Leben – vor dir …

Beschreibung der Bewegungen zum Gebärdengebet

Gebärdengebet – Beschreibung der Bewegungen

1. Ich stehe aufrecht und nehme den Kontakt zum Boden wahr.

2. Ich nehme meine Hände wahr und stelle mir vor, dass sie sanft nach oben geführt werden.

3. Ich drehe die Handflächen nach oben.

4. Ich führe die Arme langsam nach oben, bis mein Körper eine Kelchform bildet.

5. Ich lege die Hände über dem Kopf zusammen, strecke sie nach vorn.

6. Ich führe die zusammengelegten Hände  senkrecht nach unten und berühre mit den Daumen  die Stirn, den Mund und die Brust.

7. Ich löse die Berührung und halte die zusammengelegten Hände vor der Brust.

8. Ich lasse die Hände zur Leibmitte sinken und bilde mit ihnen eine offene Schale.

9. Ich führe die Hände zum Boden, indem ich den Rücken beuge und in den Knien leicht nachgebe; ich verbeuge mich.

10. Ich richte mich wieder auf und öffne die Handhaltung, halte die Unterarme nach vorne ausgestreckt.

11. Ich breite die Arme aus und halte sie waagrecht in der Leibmitte, die Handflächen weisen nach vorne.

12. Ich führe die Hände zum Brustbein, nahe beim Herzen, und lege sie dort übereinander.

13. Ich lasse die Arme sinken und stehe an meinem Platz.

Gebärdengebet:  Ich bin – mit meinem Leben – vor dir …

Gebärdengebet – Ich bin mit meinem Leben vor Dir
  1. ICH BIN
  2. MIT MEINEM LEBEN
  3. VOR DIR.
  4. ICH STRECKE MICH AUS ZU DIR
  5. ICH RICHTE MICH AUS AUF DICH.
  6. BERÜHRE MICH
  7. SAMMLE MICH
  8. FÜLLE MICH.
  9. DIR SEI EHRE.
  10. DIR GEGENÜBER LEBE ICH
  11. UND SEGNE DIE WELT
  12. MEIN HERZ IST BEI DIR:
  13. DA BIN ICH
     

Textgrundlage mit freundlicher Genehmigung von Pfarrer Günther Förster, Christusbruderschaft Selbitz

Pfarrerin Anne Schneider

Zur Übersicht Wir sind für Sie da!

Glaube. Hoffnung. Liebe.

4. Juli 2020 – Zum Anschauen und Zuhören

Poetry Slam von Maron Fuchs

Ein Gastimpuls in ganz besonderer Form: Als Poetry-Slam-Text.

Was das ist genau ist? Na, schauen Sie doch einfach am besten mal selbst.

Es ist übrigens der Text, der der Slam-Poetin Maron Fuchs am 12. Januar 2020 in der Erlöserkirche den Sieg im Poetry-Preacher-Slam der ev. Studierendengemeinde bescherte.


Zur Übersicht Wir sind für Sie da!
 

Seelenstreichler – Weltgebetstage

Seelenstreichler Weltgebetstage – Inka Wunderer, Lore Lamprecht

3. Juli 2020 – Zum Anhören und Mitlesen

Corona hat in diesem Frühjahr viele Feste und Feiern ausgebremst, auch unser Fest zum 30. Jubiläum der Frauenwochenenden in Burglesau zur Vorbereitung des Weltgebetstages.

Weißt Du noch?

Für den Weltgebetstag 1990 kam die Gottesdienstordnung aus der Tschechoslowakei. Frauen hatten dort schon in den Jahren vorher an dieser Ordnung gearbeitet zu dem Thema: Unsere Hoffnung – Gerechtigkeit für alle. Wir haben eine papierne Sonne der Gerechtigkeit auf den Boden gelegt und mit den Strahlen das Wort Gerechtigkeit durchbuchstabiert. Als wir dann schließlich den Weltgebetstag am 2. März 1990 gefeiert haben, gab es das Land Tschechoslowakei auf der Landkarte nicht mehr und die große Hoffnung auf Gerechtigkeit war überall spürbar.

Ich merke, dass die Bilder des Weltgebetstags in mir noch ganz lebendig sind. Ich sehe vor mir drei afrikanische Frauen aus verschiedenen Generationen. Sie tragen unterschiedliche Lasten und sind gemeinsam unterwegs. Ich habe dieses Titelbild vom WGT 1991 aus Kenia in meinem Zimmer hängen und für mich ist das eine tägliche Ermutigung zur Solidarität, einander auch in Coronazeiten zu unterstützen, indem wir die Lasten unserer Mitmenschen wahrnehmen und für sie beten, wenn wir nicht anders helfen können.

Dazu fällt mir der Weltgebetstag 1994 aus Palästina ein. Wir waren alle sehr bedrückt über die Lebensbedingungen unserer Geschwister dort und es hat sich bis heute nichts geändert. Sie haben uns in ihrer Liturgie aber nicht nur von ihren Lasten und Sorgen erzählt, sondern uns auch ein wunderbares Hoffnungsbild geschenkt, das bei mir im Arbeitszimmer hängt.

Auch bei mir hängt es im Zimmer und die große weiße Friedenstaube, die schier nicht zu verscheuchen ist, wird für mich zur festen Zusage Gottes, dass er unsere sehnsuchtsvollen Bitten um Frieden hören wird.

Ja, aber auch unser Zutun zum Frieden ist nötig. Unsere palästinensische Referentin sagte einen Satz, der sich mir eingebrannt hat: Frieden gibt es nicht im Sonderangebot bei ALDI. Ich muss immer daran denken, wenn zwischen-menschliche Konflikte unlösbar scheinen.
 

Was mir fast täglich einfach gut tut, sind die Lieder der Weltgebetstage. Sie nehmen meine unterschiedlichsten Stimmungen auf: afrikanische und südamerikanische sehr fröhlich und voll Dankbarkeit, palästinensische eher traurig, asiatische manchmal fremd in der Melodie und doch ermutigend in ihren Texten.

Wie oft hab ich gestaunt, dass Frauen, denen es bedeutend schlechter geht als mir, voller Lebenslust singen so wie die Frauen aus Simbabwe in diesem Jahr. Sie singen vom Elend und vom Hunger und tanzen dabei. Unglaublich!

Und tröstlich! Kannst Du Dich z.B. an das Lied „Cantai ao Senhor“ – „Singt Gott unserm Herrn“ erinnern? Es steht heut sogar in unserem Gesangbuch.

Jaja, das haben uns 1988 Frauen aus Brasilien geschenkt, und uns gleichzeitig von der großen Not der meisten Menschen dort erzählt, während einige Wenige fast alles besitzen.

Ich möchte mich anstecken lassen von ihrem fröhlichen trotzigen Glauben.

Singt Gott, unserm Herrn – Ursel Wunderer, Markéta Schley Reindlová

Einen Segen möchte ich noch weitergeben. Er begleitet uns seit vielen Jahren durch die Weltgebetstagsarbeit.

DER MÜTTERLICH-VÄTERLICHE GOTT SEI DIR NAHE
IN ALLEM, WAS DIR BEGEGNET AUF DEM WEG DEINES LEBENS.
ER UMARME DICH IN FREUDE UND SCHMERZ
UND LASSE AUS BEIDEM GUTES WACHSEN.
EIN OFFENES OHR SCHENKE ER DIR FÜR ALLE,
DIE DEINER BEDÜRFTIG SIND,
SELBSTVERTRAUEN UND DEN MUT, DICH VERWUNDEN
UND HEILEN ZU LASSEN.
IN ALLER GEFÄHRDUNG BEWAHRE ER DIR SEELE UND LEIB
UND LASSE DEIN LEBEN GELINGEN.

 

Inka Wunderer und Lore Lamprecht

Zur Übersicht Wir sind für Sie da!