Wir sind für Sie da!

Abendandacht unter freiem Himmel

Abendandacht unter freien Himmel am Samstag, den 1. August, um 18 Uhr an der St. Magdalenenkirche in Geisfeld.

Momentan feiert die kath. Gemeinde in der St. Josefskirche in Zeegendorf keine Gottesdienste. Da wir Gäste in diesem wunderschönen Gotteshaus sind, schließen wir uns dem an und halten bis auf Weiteres keine evangelischen Gottesdienste in Zeegendorf.

Doch es wird dafür eine kleine, neue Form geben: eine kurze, ca. 20-minütige Abendandacht unter freiem Himmel auf dem Vorplatz der Magdalenenkirche in Geisfeld. Der Geisberg lädt danach sicher zu einem Abendspaziergang ein.

Das Märchen vom großen und vom kleinen Glück

31. Juli 2020 – Zum Anhören

Über das kleine Glück im Alltag haben wir schon in manchen Impulsen gehört. Es nicht zu übersehen, und täglich dafür zu danken, kann uns auch in Coronazeiten zufrieden machen. Das „große Glück“, das wir oft ersehnen, ist vielleicht gar nicht so erstrebenswert. Diese beiden Betrachtungsweisen unseres Lebens bringt uns ein modernes Märchen von Eva Mutscher nahe. Ich möchte es Euch (und Ihnen) erzählen.

Das Märchen vom großen und kleinen Glück (Eva Mutscher) – Inka Wunderer

Inka Wunderer

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Gebrauchsanweisung für einen Tag

30. Juli 2020 – Zum Lesen

Wenn ich den Text von Papst Johannes XXIII (1881-1963), die sogenannten 10 Gebote der Gelassenheit, lese, kommt er mir vor wie eine Gebrauchsanweisung für einen perfekten Tag.

Aber sind unsere Tage so?

Können wir diese Vorgaben oder Vorschläge jeden Tag umsetzen? Wahrscheinlich nicht – aber es fordert dazu auf, am Morgen optimistisch zu beginnen.

Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne das Problem meines Lebens auf einmal lösen zu wollen.
Nur für heute werde ich die größte Sorge für mein Auftreten pflegen: vornehm in meinem Verhalten; ich werde niemand kritisieren, ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu verbessern, nur mich selbst.
Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin, nicht für die andere, sondern auch für diese Welt.
Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.
Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; wie die Nahrung für das Leben notwendig ist, so ist die gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele.
Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen, und ich werde es niemand erzählen.
Nur für heute werde ich etwas tun, das ich keine Lust habe zu tun; sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt.
Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: vor der Hetze und der Unentschlossenheit.
Nur für heute werde ich fest glauben – selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten –, dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemand in der Welt.
Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem zu freuen, was schön ist, und an die Güte zu glauben.

Johannes XXIII

Dieser Text findet sich in unserem Gesangbuch – gleich neben folgendem Lied. Geschenkte Zeit. Ein wunderbarer Gedanke.


Du schenkst uns Zeit

1. Du schenkst uns Zeit,
einander zu begegnen,
dass wir uns lieben und einander segnen.

2. Du schenkst uns Zeit
und in ihr frohe Stunden,
in denen wir der Erden Glück empfunden.

3. Du schenkst uns Zeit
und in ihr auch das Leiden,
doch willst du bei uns sein und uns begleiten.

4. Du schenkst uns Zeit,
einander zu vergeben,
wie du uns selbst vergibst, damit wir leben.

5. Du schenkst uns Zeit,
damit wir uns besinnen,
und, wenn es nötig, Neues auch beginnen.

6. Du schenkst uns Zeit!
Wir wollen sie gestalten,
als dein Geschenk in unsern Händen halten.

Herr, lass uns stille werden, dass wir sehn:
Du willst zu aller Zeit mit uns durchs Leben gehn.

Text und Melodie: Hanns Köbler 1986
 

Kirchner Rolf Lang
 

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Schöpfung delikat – ein Rezept vom Grünen Gockel

Schöpfung delikat, ein Rezept vom Grünen Gockel

29. Juli 2020 – Zum Anhören und Mitlesen

Das Leben in der Erlöserkirchengemeinde mundet vielen. Immer mehr Gemeindeglieder versuchen sich an Gottes Auftrag, Verantwortung für seine Schöpfung zu übernehmen und sie zu bewahren. Inzwischen kamen viele in den Genuss von einem fairen, regionalen und saisonalen Osterfrühstück oder einer überwiegend vegetarischen Gemeindefreizeit u. a. m. Gottes einzigartige Schöpfung zu lieben und sie kommenden Generationen zu erhalten, lässt sich aber leicht zu jeder Zeit und an allen Orten tun. Hier das Grundrezept:

1. Das Wesentliche

Als erstes richte man sein Hauptaugenmerk vorzüglich auf das Wichtigste: Wir sind von Gott geschaffen, um in dieser wundervollen Welt den Schöpfer zu loben.

2. Neuer Lebensstil

Um Leben sich selbst und allen anderen auf dieser Erde auch in Zukunft zu erhalten, strebe man nach einer nachhaltigen Lebensgestaltung. Das heißt: Die Folgen meines Lebensstils bedenken und ihn notfalls Schritt für Schritt ändern: je eher, desto einfacher!

3. Weniger ist Mehr

Man überlege: Was macht mich wirklich glücklich? Wenn die Zutaten hierfür gefunden sind, lasse man alles, was man dazu nicht braucht, einfach sein oder gebe es fort (z. B. einem Sozialkaufhaus).

4. Fang an!

Nun füge man diesen Zutaten weitere Maßnahmen des Umwelt- und Klimaschutzes hinzu. Schon etwas genügt, Hauptsache: man fängt an. Am einfachsten beginnt man mit dem Vermeiden: von Plastikmüll, von CO-2-Verbrauch oder Ähnlichem.

5. Miteinander

Schließlich suche man sich Gleichgesinnte eines nachhaltigen Lebens und trete dafür ein. Warum nicht gleich in unserer Erlöserkirchengemeinde? Wie auch immer – vertraut darauf: Gott, der Schöpfer, ist an eurer Seite!

Umweltteam Grüner Gockel

Welch ein Genuss: als Kind Gottes zu leben. Dabei sind der Kreativität, Gottes Schöpfung zu bewahren, keine Grenzen gesetzt: alles schmeckt, was dem Leben aller Geschöpfe dient. Guten Appetit!

Der Grüne Gockel der Erlöserkirchengemeinde

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Fantasie g-Moll (BWV 547) – J. S. Bach

28. Juli 2020 – Zum Anhören und Anschauen

Die Fantasie g-Moll BWV 542 wird auch „die große“ Fantasie g-Moll genannt. Nicht nur, um dieses Werk von anderen freien Orgelwerken der gleichen Tonart von J. S. Bach unterscheiden zu können; diese Komposition ist tatsächlich groß. Groß in ihrer Dramatik, ihrem harmonischen Reichtum, in ihrer Ausdruckskraft.

Komponiert in Köthen, wo J. S. Bach in den Jahren 1717-1723 als Hofkapellmeister des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen tätig war, gehört die Fantasie (mit anschließender Fuge, die aber später komponiert wurde) bis heute zum Kernrepertoire der meisten Konzertorganisten.

Heute erklingt diese Fantasie als Andenken an den 270. Todestag des großen Komponisten.

Dekanatskantorin Markéta Schley Reindlová
 

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Zeit zum Gebet – Guten Morgen, mein Gott

Zeit zum Gebet – Guten Morgen, mein Gott – Anne Schneider

27. Juli 2020 –  Zum Anhören und Mitbeten

Manchmal höre ich Menschen sagen: ‚Also, ich hab ja immer wieder versucht zu beten, aber es geht ja schon damit los, dass ich gar nicht weiß, wie ich anfangen soll – wie redet man  denn mit DEM?‘ In unserem Gesangbuch finden wir eine Fülle von ganz unterschiedlichen Arten, mit ‚DEM‘ zu reden – warum, zum Beispiel, nicht einfach ‚Guten Morgen!‘ sagen?

Guten Morgen, mein Gott. Ich freue mich auf den Tag. Ich lebe gern. Das will ich dir sagen. So geht es heute nicht allen. Darum gib mir strahlende Augen, hilfreiche Hände, aufmerksame Ohren, wärmende Worte, behutsames Schweigen, einen Blick für das, was zwischen den Zeilen steht, und eine ansteckende Fröhlichkeit. Schenke mir ein klares Gedächtnis für mein Wohlgefühl heute, damit ich mich erinnere, wenn ich selbst mal elend bin. Zwischen Licht und Dunkel wandern wir alle zu dir. Guten Morgen, mein Gott. Ich lebe gern. Danke für diesen Tag. Amen.

(Evangelisches Gesangbuch  841.4)

Pfarrerin Anne Schneider

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Ich freue mich

Sharing the sky with the ages

Bildquelle: Sharing the sky with the ages – von Gene
 

24. Juli 2020 – Zum Anhören und Mitbeten

Ich freue mich – Morgengebet aus Ghana

Ich freue mich – Morgengebet aus Ghana

Herr, ich werfe meine Freude
wie Vögel in den Himmel.
Die Nacht ist verflattert
und ich freue mich am Licht.

Deine Sonne hat den Tau weggebrannt
vom Gras und von unseren Herzen.
Was da aus uns kommt,
was da in uns ist an diesem Morgen
das ist Dank.

Herr, ich bin fröhlich heute am Morgen.
Die Vögel und Engel singen
und ich jubiliere auch.
Das All und unsere Herzen
sind offen für deine Gnade.

Ich fühle meinen Körper und danke.
Die Sonne brennt meine Haut, ich danke.
Das Meer rollt gegen den Strand, ich danke.
Die Gischt klatscht gegen unser Haus, ich danke.

Herr, ich freue mich an der Schöpfung
und dass du dahinter bist und daneben
und davor und darüber und in uns.

Ich freue mich, Herr,
ich freue mich und freue mich.
Die Psalmen singen von deiner Liebe,
die Propheten verkündigen sie.

Und wir erfahren sie:
Weihnachten, Ostern,
Pfingsten und Himmelfahrt
ist jeder Tag in deiner Gnade.

Herr, ich werfe meine Freude
wie Vögel in den Himmel.
Ein neuer Tag, der glitzert und knistert,
knallt und jubiliert von deiner Liebe.
Jeden Tag machst du. Halleluja, Herr!


Claudia vom Taizéteam


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Unter Gottes Regenbogen

23. Juli 2020 – Zum Mitlesen und Anhören

Unter Gottes Regenbogen – Günther Schardt

Der Regenbogen, ein wunderschönes Bild für die Hoffnung entgegen aller Bedrohung. Die Bibel erzählt, dass Gott am Ende der Sintflut seinen Bogen in die Wolken setzt, um zu zeigen, dass die Menschen und diese Schöpfung eine Zukunft haben. Vorher war die Katastrophe hereingebrochen. Nur Noah und seine Familie und die Tiere, die er in die Arche mitgenommen hat, wurden gerettet. Die Sintflut, eine globale Bedrohung. Auch die heutige Corona Krise wird von vielen Menschen als eine globale Bedrohung erlebt.

Als ich Ende der 70er Jahre meinen Pfarrdienst antrat, war es das Wettrüsten, die Nachrüstungsdebatte und die atomare Bedrohung, die den Horizont verdüsterte. Wir haben uns damals mit Jugendlichen intensiv mit der biblischen Geschichte von Noah, der Arche und der Sintflut beschäftigt. In diesem Zusammenhang ist ein Lied entstanden, das uns auch in der heutigen globalen Krise Hoffnung geben kann. Einige dieser Jugendlichen, die Noah-Singers haben es damals aufgenommen, das Regenbogenlied.

Pfr. i. R. Günther Schardt

 

Regenbogenlied

Regenbogenlied – Noah-Singers

Refrain
Regenbogen schwebt
über allem, was lebt.
Er ist das gute Zeichen:
Gott will nicht von uns weichen.

  1. Regen, Dunkel, finstre Macht,
    Wo ist Rettung aus der Nacht?
    Sonne bricht ins Dunkel ein.
    Sintflut wird jetzt nicht mehr sein.
     
  2. Erde, Himmel, Horizont,
    Grenze, ob da einer wohnt?
    Bogen wölbt sich übers Land,
    Bogen, der die Ängste bannt.
     
  3. Unser Leben verrinnt wie Sand:
    Gibt es Hoffnung in dem Land?
    Hoffnung fällt jetzt nicht mehr schwer,
    von Gott kommt die Zukunft her.
     
  4. Gott, Mensch, himmelweiter Unterschied,
    Ob es eine Brücke gibt?
    Gott wird Mensch, die Nacht vergeht,
    Hoffnung aufersteht.
     
  5. Unser Leben – hat es Sinn?
    Unser Leben – wo geht es hin?
    Komm, vertrau, dass er dich hält!
    Gott – ist das Ziel der Welt.

Text: Roland Müller und Günther Schardt 1979 Musik: Günther Schardt 1979