Partnerschaft

40 Jahre Partnerschaft Diözese Meru und Dekanat Bamberg

40 Jahre gemeinsam unterwegs

„Durch die Partnerschaftsarbeit bekomme ich im Austausch neue Perspektiven auf Themen, die uns alle umtreiben. Ich erfahre, dass unser Glaube eine Basis ist, die uns alle grundlegend verbindet.“

„Für mich waren es besonders die persönlichen Begegnungen mit verschiedenen Menschen aus Meru, die immer von ganz besonderer Herzlichkeit geprägt waren und die mich nachhaltig beeindruckt haben.“

So zwei Stimme von in der Partnerschaftsarbeit Engagierten.

In einer kirchlichen Partnerschaft wird die Weggemeinschaft der Christinnen und Christen, die die Welt umspannt, konkret. Sie beinhaltet Dialog, Solidarität, gegenseitige Wertschätzung und das Gebet füreinander. Wir sind sehr dankbar, dass seit 40 Jahren die Menschen aus dem Bamberger Dekanat mit den Menschen in Meru durch eine offizielle Kirchenpartnerschaft verbunden sind. Meru liegt am Fuß des Mount Meru (4567 m) im Nordosten Tansanias, ca. 80 km westlich des Kilimanjaro. Rund 85.000 Gemeindeglieder leben in 63 Gemeinden, bei steigenden Mitgliederzahlen. Sitz des Bischofs, z.Zt. Bischof Elias Kitoi Nasari, ist die Stadt Usa-River.

In den 40 Jahren stärkten zwanzig Besuche und Begegnungen in Meru und in Bamberg die Partnerschaft. In der gesamten Zeit war und ist die Beziehung zur Frauenarbeit in Meru besonders eng. Auch zweimal schon arbeitete eine junge Frau aus Meru als Freiwillige in einem Kindergarten des Diakonischen Werkes in Bamberg. Upendo Urio ist seit Mai als eine weitere Freiwillige im Kindergarten Bischberg. Dass seit 2023 Pfarrerin Jubleth Mungure aus Meru mit einer halben Stelle in der Erlösergemeinde in Bamberg und im Dekanat arbeitet, ist ein sehr großer Schatz für die Partnerschaft.

Viele gemeinsame Projekte konnten in den vergangenen 40 Jahren auf den Weg gebracht werden, vor allem im Bildungsbereich. Aus vereinzelten Kursen zur Sekretärinnen-Ausbildung z.B. entstand das Mshikamano Vocational Training Centre der Diözese mit über 200 Schülerinnen und Schülern, die eine Ausbildung in Buchhaltung, Hotelmanagement, landwirtschaftlichen Anbaumethoden u.a. erhalten. Das Dekanat Bamberg hat den Bau der Schule und über Jahre hinweg die Schulspeisung unterstützt. Viele junge Menschen können durch eine Förderung des Ausbildungsfonds, in den das Dekanat jährlich zwischen 8.000-16.000 Euro gibt, berufliche Perspektiven gewinnen. Das Bamberger Dekanat begleitet auch die Sekundarschule Ailanga Lutheran Junior Seminary seit ihren Anfängen und hilft beim Aufbau und Ausbau der Schule.

Zum Anlass der 40-jährigen Partnerschaft wird im August eine Delegation mit Dekanin Sabine Hirschmann nach Meru. Mögen viele Jahre der Weggemeinschaft vor uns liegen!

„Trotz der vielen Kilometer, die zwischen uns liegen, verbindet uns die Liebe Gottes weiterhin, und wir sind dankbar für diese Verbindung.“, so der Stellv. Bischof Ndelekwa Pallangyo im Frühjahr 2024

Unsere Partnerschaft wollen wir gemeinsam mit Freunden aus Meru feiern am Sonntag, 27. September 2026 in der Erlöserkirche:

  • 10 Uhr Gottesdienst mit Pfarrerin Mungure und einem Team und viel Musik aus Tansania
  • 11:00 bis 12:30 Uhr Partnerschaftsfest mit deutsch-tansanischem Fingerfood-Buffet, aktuellen Eindrücken der Delegation von der Reise nach Meru sowie einer Live- Schaltung nach Meru.

Herzliche Einladung!

Interkultureller Abend zu Deutschland und Tansania

Tansania
Bildrechte Wikimedia Commons

Termin: Dienstag, 14. April 2026, 19 Uhr im Gemeindezentrum der Erlöserkirche

Die Bayerische Landeskirche unterhält vielfältige und historisch gewachsene Beziehungen und Partnerschaften nach Tansania; so auch im Dekanat Bamberg. Aber Deutschland und Tansania sind auch zwei Welten, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Sprache und Denken, Natur und Umwelt, Bildung und Wertvorstellungen – um nur einige Punkte zu nennen – bieten ausgesprochen verschiedene Voraussetzungen für eine Begegnung.

An diesem Abend wollen Pfarrerin Jubleth Mungure (Erlöserkirche) und Pfarrer Hans-Helmuth Schneider (Stephanskirche) diesen Unterschieden nachgehen und versuchen, sie verstehbar zu machen. Jubleth Mungure kommt aus Meru in Tansania und arbeitet seit 3 Jahren in Bamberg. Hans-Helmuth Schneider war von 2000 bis 2010 an der Tumaini University Makumira in Tansania tätig.

Lernen und Teilen

Jubleth Mungure aus Tansania hat ihre erste Pfarrstelle in Bamberg

Fast direkt nach dem Abschluss ihres Theologiestudiums an der Tumaini University Makumira in Arusha/Tansania ist Jubleth Mungure nach Bayern gekommen. Hier arbeitet die 32-Jährige je zur Hälfte als ökumenische Mitarbeiterin für Mission EineWelt und als Pfarrerin in der Erlöserkirche Bamberg. Im Interview erzählt sie, wie es dazu kam, dass ihre erste Pfarrstelle in Deutschland ist, und was ihr ihre Arbeit hier bedeutet.