Partnerschaft mit Meru/Tansania

Aktuelle Situation in unserer Partnerdiözese Meru

Auch in Meru bestimmt „Corona“ das tägliche Leben. Seit Mitte März sind Schulen und Universitäten geschlossen, Abstandsregeln und verstärkte Hygienemaßnahmen gelten. Die Merudiözese versucht durch Aufklärung und Einschränkungen die Verbreitung des Virus zu verhindern: Taufunterricht und Sonntagsschule finden momentan nicht statt, Gottesdienste werden verkürzt und mit weniger Besuchern abgehalten, Beerdigungen nur im engsten Familienkreis.

Die Folge ist, dass viele Gemeindeglieder zu Hause bleiben. Dadurch vermindert sich die Kollekteneinlage massiv, was wiederum zu finanziellen Engpässen führt.

Dazu gab es in einigen Gegenden der Diözese sehr heftige Regenfälle, die lokal schwere Schäden anrichteten, Tote forderten, Häuser und Tiere wegspülten.

In dieser Situation bitten unsere Freunde in Meru uns zuallererst um unsere Fürbitte, wie sie es auch für uns tun. Gegenwärtig wird daran gearbeitet, wie im Rahmen unserer Partnerschaft eine sinnvolle Hilfe im Hinblick auf die Corona-Krise aussehen kann. Mission EineWelt selbst hat einen CORONA-HILFSFONDS eingerichtet für alle Partnerkirchen Bayerns, aus dem auch die Diözese Meru Gelder beantragen wird. Informationen dazu finden sie auf der Website von Mission EineWelt.
 

Kirchenpartnerschaft mit der Diözese Meru in Tansania

Bibel in einer Kirch in der Diözese Meru
Bibel in einer Kirche in der Diözese Meru

Seit 1986 verbindet das Dekanat Bamberg und die Diözese Meru/Tansania eine offizielle Kirchenpartnerschaft. Unsere Partnerdiözese ist nach dem Berg Meru (4567 m) benannt und liegt im Nordosten Tansanias ca. 80 km westlich des Kilimanjaro. In der Meru-Diözese gibt es keine größere Stadt.

Die Menschen in den Dörfern leben meist nur von dem, was sie auf ihrem Grundstück anbauen können (Mais und Bananen, oder Kaffee zum Verkauf). Die meisten Dörfer sind nicht am Stromnetz angeschlossen. Das mobile Telefonnetz wurde in den vergangenen Jahren sehr gut ausgebaut. Fließendes Wasser gibt es in den Dörfern nirgends.

Die Diözese Meru umfasst 5 Dekanate und 59 Gemeinden mit ca. 98.000 Mitgliedern! Geleitet wird sie von Bischof Elias Kitoi Nasari und seinem Team. Die kirchlichen Büros befinden sich in der Kleinstadt Usa River. Insgesamt ist die tansanische Kirche eine junge Kirche: Die meisten Familien haben 4 und mehr Kinder. Entsprechend groß ist der Anteil von Kindern und Jugendlichen.

Ein wesentlicher Beitrag zu dieser Partnerschaft sind die gegenseitigen Besuche. Seit 1987 fanden zahlreiche Begegnungen in Meru bzw. Bamberg statt, in denen die Partnerschaft wachsen konnte.

Unser Dekanat unterstützt zur Zeit folgende Projekte in der Meru Diözese:

  • Schul- und Ausbildungsförderung für Kinder und Frauen
  • Ausbau der kirchlichen Sekundarschule Ailanga und der Berufsschule Mshikamano