Wir sind für Sie da!

Abschied von der Erde (Franz Schubert)

10. August 2020 – Zum Anschauen und Anhören

Franz Schubert schrieb ein einziges Stück für Sprecher und Klavier. Nach einem Gedicht von Adolf von Pratobevera: Das Melodram – „Abschied von der Erde“.

Der Begriff „Melodram“ bezeichnet ursprünglich einen gesprochenen Text mit einer eigens dazu komponierten Musik. Schubert gestaltet hier den Rückblick auf das Leben als Liebeserklärung an die Schöpfung in Vertrauen auf den Schöpfer.

Sprecher – Martin Neubauer

Klavier – Markéta Schley Reindlová


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9. Sonntag nach Trinitatis

9. August 2020 – Zum Anhören und Mitlesen

Wie gewohnt finden am heutigen Sonntag um 8 Uhr und um 10 Uhr Gottesdienste in der Erlöserkirche statt. Die Videoaufzeichnung macht an diesem Sonntag Sommerpause.

Liedtafel
452, 1-2 & 5 Er weckt mich alle Morgen, er weckt mir selbst das Ohr
636, 1-3 Ihr seid das Volk, das der Herr sich ausersehn
395, 1-3 Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist
570, 1-3 Der Herr segne dich und behüte dich

Hören Sie den Gottesdienst zum 9. Sonntag nach Trinitatis in Kurzform:

9. Sonntag nach Trinitatis – Anne Schneider

Gebet
Ach, Herr,
Über meine Lippen kommen viele Worte.
Viel Gedankenloses ist dabei,
Worte, die andere verletzen,
Worte, die manchmal nur meine Sprachlosigkeit überdecken.
Herr Jesus Christus,
sprich du dein Wort dagegen.
Bringe mich zum Innehalten
und zum Nachdenken.
Verzeih alle unbedacht gesagten Worte
und schenke Worte der Vergebung und Versöhnung.
Öffne du mir Herz und Ohren,
auf deine Stimme zu hören,
und auf das Wort, das du mir heute sagen willst.

Lesung (aus Matthäus 13,44-46)
Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker. Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und da er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.

Nur ein Gedanke dazu:
Das Himmelreich wie einverborgener Schatz.
Entdeckt – welch unglaubliche Freude! Nichts Schöneres kann es geben als nur dieses eine …
Und was ist mir wertvoll?
Was ist mir kostbar?
Was ist mir wichtig?
Und wohin führt mich das?
Was macht es mit mir?
Wie lebe ich mein Leben, wenn ich das in den Mittelpunkt stelle, was mir das Wertvollste ist?
Wie stehe ich zu den Menschen um mich herum?
Zu unserer Welt?
Wozu bin ich da?

Und der Herr streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir:
„Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund …“  (Jeremia 1,9  –  Predigt zu Jeremia 1, 4-10)

So viel traut er uns zu, unser Gott …

„Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund“

Und so segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Der Herr segne dich und behüte dich
 

Pfarrerin Anne Schneider

 

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Sehnsucht Heimat … Ausstellung in der Auferstehungskirche Bamberg

8. August 2020 – Zum Anschauen und Besuchen

Heute „entführen“ wir Sie in die Auferstehungskirche im Bamberger Osten. Dort läuft noch bis Ende August die Ausstellung

„Sehnsucht Heimat“ Flucht – Vertreibung – Neuanfang

Pfarrerin Doris Schirmer-Henzler und Pfarrer Christof Henzler geben in unserem Video einen Eindruck rund um diese Ausstellung.

Die Ausstellung finden Sie in der Auferstehungskirche Bamberg, Pestalozzistr. 25, 96052 Bamberg. Sie ist täglich während der Öffnungszeit der Kirche von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

 

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Träume vom Meer

7. August 2020 – Zum Anschauen und Mitlesen

Manchmal träume ich schon im Herbst wieder vom Meer.

Ich spüre dann den feinen Sand unter den Füßen.
Und vor mir: das Meer.
Auflaufendes Wasser:
Kleine Wellen bewegen sich spielerisch auf mich zu.
Einmal tief durchatmen – und die Weite genießen.
Die gleichmäßige Bewegung der Wellen
– das Streicheln des Windes auf der Haut
– vor mir die Weite des Himmels und des Meeres.

Und ich?  Mittendrin, nicht zu klein, nicht zu groß. Teil der Schöpfung.
Ich gehe am Spülsaum entlang, den Wind im Rücken.
Er weht den feinen Sand am Strand entlang. Ein weite Fläche hat sich gebildet.
Fußspuren im Sand. Ich lasse meine Gedanken ein wenig schweifen.
Suche mir ein gemütliches Plätzchen im warmen Sand.
Schließe die Augen und genieße die Sonne auf dem Bauch.
Die Wellen kommen und gehen,
Bewegung und Ruhe.

Runterkommen, entspannen, auftanken, verorten, auspowern und natürlich träumen.
All das und noch viel mehr kann ich am Meer.

Auch am einsamsten Strand ist man nie allein – Gott ist in einer seiner schönsten Schöpfungen immer dabei.

Und darum immer wieder Meer …

Rolf Lang
 

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Tänzerisch in den Sommer

6. August 2020 – Zum Anhören und Anschauen

Menuet Gothique Op. 25 von Léon Boëllmann (1862-1897)

Die „Suite gothique“ ist das bekannteste und meist gespielte Orgelwerk des französischen Komponisten der Romantik. Sie entstand zwei Jahre vor seinem leider viel zu frühem Tod zur Einweihung der neuen Orgel in der Kathedrale Notre-Dame in Dijon. Das fröhlich-tänzerische Menuet ist der zweite von insgesamt vier Teilen der Suite.

Viel Freude beim Zuhören und eine schöne tänzerische Sommerzeit wünscht Ihnen Ihre Kantorin Markéta Schley Reindlová

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Taizégebet im August

4. August 2020 – Zum Anhören und Mitsingen und Beten

Meine Hoffnung und meine Freude

Lesung aus Lukas im 5. Kapitel

Als Jesus am Ufer des Sees Gennesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon:

Fahrt hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus!

Simon antwortete ihm:

Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen.

Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte:

Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder.

Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon:

Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen.

Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach

Misericordias Domini

Fürbitten

Um Frieden in der Welt und die Befreiung aller Menschen,
Für die Christen, dass sie unermüdlich nach sichtbarer Einheit suchen.
Für alle, die Mühe haben, ihren Lebensunterhalt zu sichern.
Herr wir bitten dich.

Kyrie

Für alle, die wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert werden.
Für alle, die unter Einsamkeit und Verlassenheit leiden.
Für alle, die missbraucht und verleumdet werden.
Herr wir bitten dich.

Kyrie

Vaterunser

Segen

♫ Confitemini Domino

 

Team Erlöserkirche


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Zeit zum Gebet – Gebete & Gedichte

3. August 2020 – Zum Lesen

Anne Schneider und Martin Neubauer im Gespräch über Lieblings-Gedicht-Gebete

Anne Schneider: Gebete aus Dichtermund. Mich fasziniert es immer wieder wie Dichterinnen und Dichter es gelingt, Gebete zu verdichten und auf den Punkt zu bringen. Lieber Martin, gibt es für Dich, als quasi Fachmann in Sachen Dichtung, irgendwelche Lieblings-Gebet-Gedichte oder Gedicht-Gebete?
 

Martin Neubauer: Es gibt da eine ganze Flut und Fülle, ein wirklicher Schatz von Gebeten in Gedichtform. Er scheint mir oft noch ungeborgen und gar nicht entdeckt, welche Kraft darin steckt. Es gibt ganze Auswahlbände und im Grunde vom Mittelalter bis in die Gegenwart kann man da fündig werden.

Wenn ich ein mir besonders am Herzen liegendes Beispiel nennen darf, dann komm ich nicht um ein Gedicht herum, das ich in der Impuls-Reihe schon mal angesprochen habe, nämlich das Gebet von Eduard Mörike:

Herr, schicke, was du willt,
ein Liebes oder Leides;
Ich bin vergnügt, dass beides
aus deinen Händen quillt.

Wollest mit Freuden
und wollest mit Leiden
mich nicht überschütten!
Doch in der Mitten
liegt holdes Bescheiden.

Eduard Mörike (Evangelisches Gesangbuch S. 675)

Auf Anhieb erscheint das unglaublich unzeitgemäß, also wer bittet heutzutage um „holdes Bescheiden“? In einer Zeit, in der Selbstdarstellung so wichtig erscheint, Klappern anscheinend unvermeidlich zum Handwerk gehört. Aber wenn wir genauer hinschauen und hinhorchen, glaube ich, dass diese „holde Bescheiden“ genau das ist, was unsere Zeit bräuchte und was zutiefst zeitgemäß ist, nämlich das Sich-Zurücknehmen können für das Ganze und das als – etwas biedermeierisch vielleicht erscheint – „holdes Bescheiden“ zu empfinden also als etwas Positives, was uns beschenkt. Hinzu kommt, dass Eduard Mörike, der ohnehin ein meiner absoluten Lieblingsdichter ist, dieses Gedicht auch wunderbar von Hugo Wolf vertont wurde. Aber vielleicht sollten wir mal so unzeitgemäß sein und um holdes Bescheiden bitten und könnten dann staunen, wie das genau den Nerv der Zeit trifft.

Jetzt drehe ich mal die Frage um, frage Dich Anne, ob's für Dich ein besonders Lieblings-Gedicht-Gebet gibt?
 

Anne Schneider: Ja, da hast Du mich jetzt irgendwie erwischt, denn ich hab beim Nachdenken auch sofort an Eduard Mörike denken müssen. In unserem Gesangbuch, da sind ja einige Gedichte abgedruckt und das hat mich immer ganz besonders gefreut, dass es ein Mörike-Gedicht in unserem Gesangbuch gibt, das für mich ein bisschen abbildet, was für mich das Gebet auch ist. Das ich nämlich häufig im Beten erst einmal anfange meinem Herrgott irgendetwas zu erzählen oder überhaupt etwas zu beschreiben, nachzudenken, ganz allgemein – und dann nach einiger Zeit wende ich mich direkt Gott zu und spreche ihn an. Bei Mörike klingt das so:

In ihm sei’s begonnen
der Monde und Sonnen
an blauen Gezeiten
des Himmels bewegt!
Du, Vater, du rate,
lenke du und wende!
Herr, dir in die Hände
sei Anfang und Ende,
sei alles gelegt.

Eduard Mörike (Evangelisches Gesangbuch S. 793)
 

Martin Neubauer: Da wir jetzt beide, ohne es zu wissen, Mörike ausgewählt haben, vielleicht eine Empfehlung, wenn sich's mal ergibt: In der Nähe von Weinsberg liegt Cleversulzbach und wenn man sich diesen Ort anschaut, es ist wirklich ein sehr kleiner Ort, in dem wenig äußerliches geboten ist, eine winzige Kirche. Und wenn man sieht dass Eduard Mörike dort Pfarrer war und dort so unvergängliche Verse geschrieben hat, dann ist auch das eine Übung in „holdem Bescheiden“.


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8. Sonntag nach Trinitatis

2. August 2020 – Zum Anhören und Mitlesen

Wie gewohnt finden am heutigen Sonntag um 8 Uhr und um 10 Uhr Gottesdienste in der Erlöserkirche statt. Die Videoaufzeichnung macht an diesem Sonntag Sommerpause.

Hören Sie hier die Lesung zum 8. Sonntag nach Trinitatis aus Jesaja 2,1-5 gelesen von Peter Grossmann:

Jesaja 2,1-5 – gelesen von Peter Grossmann

Dies ist das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, schaute über Juda und Jerusalem. Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufgehen zum Berg des HERRN, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem. Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des HERRN!

Jesaja 2,1-5

 

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