Meru

Leben in der einen Welt, Partnerschaft mit Tansania

In den vergangenen Jahren haben wir zum 1. Advent im Anschluss an den Gottesdienst Christrosensträußchen verkauft. Aufgrund der schwierigen Lage wollen wir dieses Jahr stattdessen in der Adventszeit Karten mit Christrosenmotiven und Kerzen anbieten, die sie nach dem Gottesdiensten in der Adventszeit erwerben können oder über den Schriftentisch gegen eine Spende mitnehmen können.

Wie jedes Jahr ist der Erlös für den Ausbildungsfonds für Meru bestimmt. Dadurch werden Familien oder Alleinerziehende in Tansania unterstützt, denen es schwerfällt, die Schul- oder Ausbildungsgebühren für ihre Kinder und Jugendlichen zu bezahlen.

Die Christrose, die im Winter blüht und das Licht der Kerze sind Zeichen der Hoffnung und der Verbundenheit mit unsern Geschwistern in Meru.
 

Brief aus der Meru Diözese

08.04.2020 – In Glauben und im Gebet verbunden – auch in Corona-Zeiten

Bischof Elias Kitoi Nasari aus der Meru Diözese schreibt zur gegenwärtigen Lage in Meru:

Geliebte in Christus! Grüß Gott! Salaam! Der Friede Gottes mit Euch!

Wir sind sehr betroffen über die Epidemie, die durch das Corona- Virus in der ganzen Welt ausgelöst wurde, die auch Deutschland und Tansania nicht verschont. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania (ELCT) und die Meru Diözese sind im ständigen Kontakt mit den einzelnen Gemeinden, um sie mit aktuellen Informationen der Regierung und verschiedener Gesundheitsorganisationen, die WHO eingeschlossen, zu dieser Krankheit auf dem Laufenden zu halten.

Bis heute hat das Virus in unserem Land nicht so viele Menschen infiziert wie in anderen Ländern in Europa, Asien und Amerika. Und doch sind in Tansania 20 Fälle bestätigt, von denen eine Person gestorben ist und eine Person wieder genesen ist.

Unsere Regierung hat vorbeugende Maßnahmen beschlossen. Die Kirche unterstützt diese Maßnahmen und fordert Kirchenmitglieder und die Gesellschaft auf, sie einzuhalten.

  1. Häufiges Händewaschen mit Seife unter fließendem Wasser.
  2. Bereitstellung von Desinfektionsmittel und Wasser an jedem Versammlungsort, Gottesdienststätten und öffentliche Plätze inbegriffen.
  3. Das Zusammensein von als 10 Personen soll vermieden werden.
  4. Absage von allen nicht notwendigen Meetings und öffentlichen Foren.
  5. 14-tägige Quarantäne für alle, die aus dem Ausland nach Tansania einreisen. Dies gilt für Ausländer und Einheimische.
  6. Schulen, Colleges, Universitäten und ähnliche Institutionen sind seit Mitte März geschlossen. Den Gemeinden ist es jedoch erlaubt Gottesdienste zu feiern, so lange sie die oben genannten Regeln einhalten. Die Regierung regt an, die Gottesdienste kürzer zu halten und mit weniger Gottesdienstbesuchern als sonst, soweit dies möglich ist. In der Kathedrale in Usa River machen wir es so, dass Gottesdienstbesucher, die normalerweise um 7 Uhr, um 9 Uhr oder um 11 Uhr kommen, gebeten werden auch die Gottesdienstzeit um 8 Uhr zu nutzen, wo meistens weniger Gemeindeglieder zum Gottesdienst kommen.
  7. Abstandhalten von 1-2 Metern beim Gespräch, Tragen von Masken und der Verzicht auf Händeschütteln während der Begrüßung.
  8. Gebet für all die Kranken, Gebet in dieser Situation, wann immer wir uns in der Kirche zusammenkommen und auch als Glaubende daheim. Wir tun dies in der Hoffnung, dass Gott und bald einen Weg und Heiligung schenkt diesen Virus zu überwinden.

Das ist unsere gegenwärtige Lage, was das Corona Virus betrifft. Ohne Unterlass schließen wir euch, Brüder und Schwestern in unser Gebet ein und wir hoffen ihr macht es ebenso für uns.

Wie vorhin erwähnt: Wir haben immer noch die Möglichkeit uns zum Gottesdienst zu treffen. Wir haben in unseren Gemeinden gemeinsam die Passionszeit begangen, und warten darauf gemeinsam Karfreitag und Ostern zu feiern. (Es sei denn, unsere Regierung erlässt in den nächsten Tagen andere Maßnahmen).

„Unser Gott kann und wird einen Weg öffnen, wo es keinen Weg gibt.“

Wir hoffen, bald von Euch zu hören.

Herzliche Grüße an Dekan Lechner, an Euch alle! In Christus verbunden!
Bischof Elias Kitoi Nasari