Glockenturm

Glockenturm und Erlöserkirche von oben
Bildrechte: Axel Mölkner-Kappl
Glockenturm und Erlöserkirche von oben

An südliche Vorbilder erinnert der, nur durch einen Zwischenbau mit Sakristei und Mesnerwohnung angebundene Campanile.

Im 55 m hohen Turm befindet sich das einzige mechanische Kirchturmuhrwerk in einer Bamberger Kirche. Es wurde 1937 von Peter Hohlweg aus Erlangen gefertigt. Das größte der vier Ziffernblätter hat einen Durchmesser von sechs Metern.

Der Turm ist bis heute ein markantes Wahrzeichen am rechten Regnitzufer (Main-Donau-Kanal).
 

Die Glocken

1958 beauftragte der Kirchenvorstand der Erlöserkirche eine Glockenfirma in Heidelberg mit dem Guss von vier Glocken für die nach dem Krieg wieder aufgebaute Kirche. In einem feierlichen Gottesdienst am 1. Februar 1959 wurden die Glocken der Gemeinde präsentiert und geweiht.

Die vier unterschiedlich großen Glocken sind auf die Töne h – d – e – g gestimmt.

Die tiefste Glocke ist auf den Ton h gestimmt und hat einen Durchmesser von 1,65 m und ein Gewicht von 60 Zentnern. Als Christusglocke trägt sie die Inschrift „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ (Hiob 19,25) und darunter das Christusmonogramm.

Die zweite Glocke mit einem Durchmesser von 1,40 m und einem Gewicht von 36 Zentnern hat den Ton d. Als Betglocke, die regelmäßig zu den Tageszeiten läutet, ist sie beschriftet mit dem Friedensgebet „Verleih uns Frieden gnädiglich“.

Die dritte Glocke hat einen Durchmesser von 1,20 m und ein Gewicht von 24 Zentnern. Ihr Ton ist e. Sie ist die Vaterunserglocke, die zum Mitbeten einlädt und trägt die Inschrift „Dein Reich komme“. 

Die kleinste Glocke, auf g gestimmt, hat einen Durchmesser von 1,10 m und ein Gewicht von 18 Zentnern. Diese Glocke ist die Taufglocke, die mit ihrer Inschrift bittet: „Halt uns bei festem Glauben“.

Glockenläuten der Erlöserkirche in Bamberg

Das Läuten der Glocken zum Sonntagsgottesdienst zum Anhören (3:47 min; ca. 5,3 MB).