Wir sind für Sie da!

Irischer Segen

Irischer Segen

9. September 2020 – Zum Anhören und Mitlesen

Irischer Segen – Rolf Lang

Gott sprach:
Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken;
der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.

1. Mose 9,13

So lautet der heutige Losungstext. Er ist eine Zusage Gottes, dass es keine Sintflut mehr geben wird. Wir Menschen können Gott bitten im Gebet oder im Segen. Auch ein irischer Segen ist eine Bitte. Diese uralten Sprüche wurden von Generation zu Generation mündlich weitergegeben. Die Urheber sind nicht mehr bekannt. Irische Segen drücken immer etwas Gutes aus, was man sich oder anderen wünscht.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag, eine gute Zeit mit … Ja – einem irischen Segen

Segne den ersten Tag, mein Gott, und den letzten.
Segne die Stunden, die mir geschenkt sind.
Meine Hände mögen segnen, was sie anfassen.
Meine Ohren mögen segnen, was sie hören.
Meine Augen mögen segnen, was ihnen begegnet.
Mein Mund möge segnen mit jedem Wort.
Mein Nachbar sei gesegnet;
und auch er möge mich segnen.
Lass mich nicht aus deinen Augen, mein Gott,
aus deinen Händen, aus deinem Ohr, aus deinem Herzen.
Heute und alle Tage meines Lebens.


Kirchner Rolf Lang

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Duo op. 17 Nr. 3 für Flöte – Armand J. Fr. J. Vanderhagen

Duo op. 17 Nr. 3 für Flöte – Armand J. Fr. J. Vanderhagen – Franziska Beck und Lukas Friedrich

8. September 2020 – Zum Anhören

Armand J. Fr. J. Vanderhagen lebte von 1753 bis 1822 und ist vor allem als flämischer Klarinettist, Komponist und Musikpädagoge bekannt. 1785 wurde er Erster Klarinettist in der Musikkapelle der Königlichen Garde in Paris und später Kapellmeister dieses Musikkorps. Nach der Französischen Revolution wurde er in das Musikkorps der Pariser Nationalgarde aufgenommen und war Dozent an der militärischen Musikakademie in Paris. Auf seine letzten Lebensjahre hin trat er in das Orchester des Nationaltheaters Théatre Feydeau ein, wo er bis zu seinem Tod musizierte.
 
Bekannt wurde Vanderhagen für seine pädagogischen Werke für Flöte, Oboe und Klarinette. Bei der Klarinette legte er mit seinen Werken die damaligen Grundlagen für die moderne Spieltechnik.
 
Amand J. Fr. J Vaderhagen hinterließ zahlreiche orchestrale Bearbeitungen, Flöten- und Klarinettenkonzerte und diverse Duette, unter anderem auch das Duo op. 17 Nr. 3 für Flöte.
 
Für Sie eingespielt haben das Duett Franziska Beck und Lukas Friedrich.


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Zeit zum Gebet – mit Florcence Nightingale

Zeit zum Gebet – mit Florence Nightingale – Anne Schneider

7. September 2020 –  Zum Anhören und Mitbeten

Der Name Florence Nightingale steht bis heute für die großen Reformen in der Krankenpflege, die die britische Krankenschwester im 19. Jahrhundert für ihr Land entwickeln und durchsetzen konnte. Eine beeindruckende Frau – mit ihrer leidenschaftlichen Hinwendung zu den Menschen, die ihr anvertraut waren. Lassen wir uns heute durch ihr Gebet mit hineinnehmen in ihr großes Vertrauen auf den ‚Spender des Lebens‘ – aus diesem Vertrauen heraus konnte sie ihre Arbeit tun.

Spender des Lebens, gib mir Kraft,
dass ich meine Arbeit mit Überlegung tue,
getreu dem Ziel, das Leben jener zu hüten,
die meiner Versorgung anvertraut sind.
Halte rein meine Lippen von verletzenden Worten,
gib mir klare Augen, das Gute der andern zu sehen.
Gib mir sanfte Hände, ein gütiges Herz,
und eine geduldige Seele.
Dass durch deine Gnade Schmerzen gelindert werden,
kranke Körper heilen, Gemüter gestärkt werden,
der Lebenswille wieder wachse.

(Evangelisches Gesangbuch S. 871)

Pfarrerin Anne Schneider

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13. Sonntag nach Trinitatis

6. September 2020 – 13. Sonntag nach Trinitatis

Gottesdienste um 8 und 10 Uhr in der Erlöserkirche mit Pfarrerin Anette Simojoki – Bitte beachten Sie die besonderen Schutzmaßnahmen.

Liedtafel:
059 1.2.4  Die Gott lieben
075 Wo Menschen sich vergessen
032 Du bist mein Zufluchtsort

Murren – Predigtabschnitt zum Gottesdienst am 13. Sonntag nach Trinitatis

Murren. Waren sie in der vergangenen Woche einmal mürrisch? Oder gehört das gar nicht zu Ihrem Naturell? Oder verspüren Sie dieses Murren sogar öfter?

Murren, motzen, meckern, mosern, nörgeln, lamentieren, granteln, schimpfen – es gibt viele Worte. In Comics werden dazu oft dunkle Wolken oder Blitze gezeichnet und die Worte "Grrrr" oder "Grummelgrummel" dazu.

Murren zeigt, dass ein Bedürfnis oder eine Erwartung nicht erfüllt wird. Oder dass ich etwas nicht verstanden habe und mir jetzt nicht dumm vorkommen möchte. Murren ist noch keine Problemlösung. Aber wer gegenüber dem Anderen offen murrt, macht zumindest einen Dialog möglich. Das Murren war der Auslöser. Dafür, dass die Diakonie in den Anfängen der Kirche entstanden ist. Wären da nicht einige Grummelig und mürrisch geworden, wer weiß. Hören wir aus der Apostelgeschichte im 6. Kapitel:

„In diesen Tagen aber, als die Zahl der Jünger zunahm, erhob sich ein Murren unter den griechischen Juden in der Gemeinde gegen die hebräischen, weil ihre Witwen übersehen wurden bei der täglichen Versorgung. Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht recht, dass wir das Wort Gottes vernachlässigen und zu Tische dienen. Darum, ihr lieben Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Geistes und Weisheit sind, die wollen wir bestellen zu diesem Dienst. Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben. Und die Rede gefiel der ganzen Menge gut; und sie wählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Proselyten aus Antiochia. Diese Männer stellten sie vor die Apostel; die beteten und legten ihnen die Hände auf. Und das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jünger wurde sehr groß in Jerusalem. Es wurden auch viele Priester dem Glauben gehorsam.“ (Apg 6, 1-7).

Die gemeine Wegwarte

Gemeine Wegwarte

4. September 2020 – Zum Anhören und Mitlesen

Die gemeine Wegwarte – Astrid Popp

Die gemeine Wegwarte. Die Schöne. Himmelblaue. Geheimnisvolle. Zeigerin auf der Blumenuhr.

Heilpflanze des Jahres 2020.

Schon als Kind hat mich diese blaue Blume begeistert. Sie steht am Wegrand und wartet – worauf? Auf wen?

Im Mittelalter gab es eine Sage: Ein blauäugiges Mädchen wartet geduldig und treu auf den Geliebten – der nicht wiederkehrt.

Die Gemeine Wegwarte öffnet ihre Blüten zwischen 5 und 6 Uhr morgens, strahlend blau und schließt sie zwischen 11 und 12 Uhr mittags. Dann steht sie eher unscheinbar, silbergrau und stacksig bis zum nächsten Morgen.

Sie ist genügsam, aber fest verwurzelt mit einer Pfahlwurzel, die in etwa so lang sein kann, wie die Pflanze hoch ist. In ihr versteckt sie wertvolle Stoffe, die ihr zum Überleben verhelfen und uns – richtig angewendet – heilende Wirkung bringen. So kann sie den Zuckerhaushalt und auch die Verdauung positiv beeinflussen und ist laut neuesten Studien ein Mittel gegen Stress.

Die Wegwarte ist essbar: die Blätter und Blüten im Salat, die Wurzel geröstet und gemahlen als Zichorienkaffee.

Und dann entdecken wir ein weiteres Geheimnis. Chicoree, Zichoriesalat, Radicchio alles uns bekanntes Gemüse, weitergezüchtet aus der Gemeinen Wegwarte.

Die Wegwarte steht dort am Wegrand und wartet – auf uns?

So schön, so wertvoll ist die Natur, die Schöpfung Gottes. Warten wir nicht, sondern gehen hinaus und entdecken wir die Natur.

Astrid Popp


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Ihr Lieblingsbibelvers

Lieblingsbibelvers

Ihr Lieblingsbibelvers - Julia Schwab

3. September – Heute sind Sie gefragt!

Haben Sie eigentlich einen Lieblingsbibelvers? Einen, der Ihnen etwas bestimmtes sagt, der Ihnen Trost spendet, der Sie herausfordert, der Sie fröhlich stimmt?

Heute werde ich nicht viel erzählen, heute sind Sie selbst dran.

Nehmen Sie sich Zeit, in der Sie ungestört sein können. Suchen Sie sich Ihre Bibel und gehen Sie auf die Suche. Nach Versen, die Sie ansprechen, die Sie nachdenklich machen, die Sie berühren. Wenn Sie schon einen konkreten Vers im Sinn haben, suchen Sie den heraus. Und dann überlegen Sie, warum dieser Vers die Wirkung hat, die er hat. Was er Ihnen sagt, was er Ihnen bedeutet. Für Ihren Glauben und für Ihren Alltag. Schreiben Sie ihn auf ein Stück Papier und legen Sie das in die Bibel, damit sie Ihren Vers wiederfinden. Und vielleicht kommen ja irgendwann noch weitere Zettel dazu.

Vikarin Julia Schwab
 

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Atem

Atem – Mund-Nasen-Bedeckung

2. September 2020 – Zum Anhören und Mitlesen

Atem – Günther Schardt

Ob er (oder sie?), jedenfalls ob Gott sich das am Anfang gedacht hat, dass das einmal zum Problem werden könnte,
das Atmen?
Dass man sich einmal vor dem Atem Anderer schützen muss?
Und Andere vor dem eigenen Atem?
Dass der Atem, der uns ja irgendwie mit allen Lebewesen verbindet
zum Einfallstor von Krankheit und Tod werden kann?
Der Atem prägt unser ganzes Leben,
vom ersten Schrei eines Neugeborenen
bis zum letzten Atemzug eines Sterbenden.
Wer lebt atmet,
nur Tote atmen nicht.
Atmen, das heißt einatmen und ausatmen
Menschen atmen, Tiere atmen, Bäume atmen.
Ein und aus, Spannung und Entspannung
Im immer wieder gleichen Rhythmus.
Da gibt es den langen Atem der Hoffenden
und die Kurzatmigkeit der Geängsteten.

Der Atem kommt nicht aus uns selbst.
Er wurde uns eingehaucht, geschenkt,
uns und allem Leben.
Der Atem kommt vom göttlichen Urgund des Seins,
von Gott.
Ohne Atem kein Leben.
Ohne Gott kein Leben.
Odem, Hauch, Ruach, Pneuma, Spiritus, Geist,
das ist es, was uns Menschen ausmacht.
Von der weiblichen Ruach im alten Israel
über das neutrale Pneuma in Griechenland
bis zum männlichen Spiritus in Rom
wurde der Geist im Laufe der Jahrhunderte
immer männlicher,
und männliche Hierarchien meinen,
dass allein sie ihn verwalten.
Aber das nur nebenbei.
Der Geist, etwas, das uns von Gott eingehaucht wurde.
Und wenn der Atem von Gott kommt,
dann atmet auch Gott
und mit ihm seine ganze Schöpfung.
Gott ist Geist,
Gott ist Ruach,
Gott ist Atem,
Einatmen und ausatmen,
nichts Starres, Unbewegliches,
sondern pulsierendes Leben.
Nur einmal hat dieser Atem ausgesetzt
Und die ganze Schöpfung hat den Atem abgehalten.
Die Erde hat gebebt,
die Sonne sich verfinstert.
Nach dem Todesschrei:
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
Die Menschen hatten den Menschensohn, den Gottessohn,
Gott, die Liebe getötet.
Aber dann kam der dritte Tag:
Der Atem setzte wieder ein,
das Leben kehrte zurück:
Auferstehung.
Und fortan breitet er sich aus:
Der Atem der Hoffnung,
der Geist der Liebe, der Kraft und der Besonnenheit.

Aber jetzt, – jetzt wird der Atem zum Problem.
Er kann infizieren.
Er kann Keime in sich tragen,
Keime des Todes.
Ich kann am Atem Anderer sterben.
Und Andere an meinem Atem,
wenn ich infiziert bin.

Ob er (Oder sie?) sich das gedacht hat, dass der Atem einmal zum Problem werden könnte?
Ich weiß es nicht.
Was ich aber weiß,
dass ich ohne diesen Atem nicht leben kann.
Und so will ich fröhlich und dankbar
Einatmen und ausatmen.
Dankbar mit jedem Atemzug  
für die Luft und das Leben,
das mir geschenkt wurde.
Behutsam und achtsam auf die schauen,
die auch von diesem Atem leben,
von dem Atem Gottes,
und mit denen ich durch diesen Atem verbunden bin,
die Menschen um mich herum und in der Ferne,
meine Freunde und meine Feinde,
Die Tiere und die Pflanzen,
seine ganze Schöpfung.
 

Pfarrer i. R. Günther Schardt, Juli 2020

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Taizégebet im September

1. September 2020 – Zum Anhören und Mitsingen und Beten

Kommt her zu mir

Aus Psalm 126

Als der Herr uns aus der Gefangenschaft heimführte,
da waren wir alle wie Träumende. 
Da war unser Mund voll Lachen
und unsere Zunge voll Jubel.

Da sagte man unter den andern Völkern:
Der Herr hat Großes an ihnen getan.
Ja, Großes hat der Herr an uns getan.
Und wir waren voller Freude.

Wende doch, Herr, unser Geschick,
wie du versiegte Bäche in der Wüste wieder füllst.
Die mit Tränen säen,
werden mit Jubel ernten.

Sie gehen hin unter Tränen
und tragen den Samen zur Aussaat.
Sie kommen wieder mit Jubel
und bringen ihre Garben ein.

♫ Ubi caritas

Lesung

Paulus schreibt: Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe. (1 Korinther 13,1–9.13)

Fürbitten

Kyrie

Für alle, die fern der Heimat leben müssen, die Auswanderer, die Vertriebenen und Flüchtlinge.
Für die Leidgeprüften, für alle, die angewiesen sind auf Hilfe und Barmherzigkeit.
Für uns alle, dass wir uns den Menschen zuwenden, die uns anvertraut sind.

Kyrie

Befreie uns von aller Angst, Herr, wir bitten dich.
Lass uns Wege finden, die Güter der Erde besser unter allen zu teilen.
Lass uns das Staunen über deine Schöpfung nicht verlernen. Herr, wir bitten dich.

Kyrie

Vaterunser

Segen

Magnificat

 

Team Erlöserkirche


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Zeit zum Gebet – mit Christian Morgenstern

Zeit zum Gebet – mit Christian Morgenstern – Anne Schneider

31. August 2020 –  Zum Anhören und Mitbeten

Der Dichter und Humorist Christian Morgenstern (1871-1914) ist in unserem Gesangbuch mit einem Abendgebet vertreten, das uns hineinführt in die Stille der Nacht, in der so manches Un-Klare ‚zu freundlicher Vollendung‘ reifen darf – ein Friedens-Gebet ganz eigener Art an diesem Montagabend.

O Friede, der nun alles füllet,
erfüll auch uns mit süßer Ruh,
und bis ein Tag sich neu enthüllet,
deck uns mit trauten Träumen zu.

Wie manches, was des Tages Wille
mit rechter Klarheit nicht ergreift,
dem hilf, dass es in deiner Stille
zu freundlicher Vollendung reift.

Wen Schicksalsschläge grausam trafen,
den lass vergessen, was geschehen;
wer neid- und haßerfüllt entschlafen,
den laß versöhn den Morgen sehn!

So allem, dem gleich uns auf Erden,
zuteil des Lebens schwankes Los,
lass deines Segens Tiefe werden,
gib Kraft aus deinem heil’gen Schoß!

(Evangelisches Gesangbuch S. 855)

Pfarrerin Anne Schneider

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